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Eptingen, Niederbölchen

Der Hof Niederbölchen liegt hoch über Eptingen am alten Weg zum Kilchzimmersattel. Er besteht aus dem Wohnhaus mit angebauter Scheune, aber wenig oberhalb, auf einem kleinen flachen „Bödeli“, hinter dem eine Quelle entspringt, liegt zusätzlich ein Weidstall. Die Gebäudegruppe erscheint schon auf den Meyerschen Planskizzen von 1678.
Niederbölchen ist ein Sennhof. Bis zum 19. Jahrhundert gab es keine Wohnhäuser ausserhalb der Dörfer, und die Bewirtschaftung des umliegenden Landes unterlag strengen Regeln. Einzig die meist hochgelegenen Sennhöfe waren diesen Einschränkungen nicht unterworfen. Sie waren wichtig für die Versorgung des umliegenden Landes und der Stadt Basel mit Schlachtvieh, Butter und Käse.

Der Weidstall ist beschattet von jahrhundertalten Eschen und Linden, und der Blick schweift nordwärts weit über das Land zum Schwarzwald. Der Anblick des Ensembles von der nahen Strasse aus ist überwältigend.

Der Reparaturbedarf am uralten Weidstall ist gross: der talseitige Giebel hat sich bewegt und muss teilweise neu aufgemauert werden. Andere Mauerteile sind nicht mehr stabil, weil das Auflager des Dachstuhls an vielen Orten so stark verfault ist, dass das Dach nach aussen drückt. Eine fachgerechte Reparatur der einzelnen Hölzer kann nur erfolgen, wenn der Dachstuhl abgebaut wird.

Während eines Arbeitstages mit Vereinsmitgliedern und der Eigentümerfamilie wurde im Oktober 2016 das Gebäude gesichert, das Dach provisorisch abgedichtet und die Mauersteine für die bevorstehende Restaurierung aufbereitet. Von Juni bis September 2017 konnten wir an der Restaurierung weiterarbeiten, unter anderem mit Hilfe von Zivildienstleistenden, die uns von der Stiftung Baustelle Denkmal vermittelt worden waren (Link hier).

 

Zeitungsartikel Volksstimme vom 22. August 2017: vs_20170822-093-007-feldscheunen